+++ Schenefeld im Goldrausch +++
„Spaß haben und mit etwas Glück die erste deutsche Meisterschaft der Vereinsgeschichte gewinnen“. So beschrieb Trainer Daniel Czapelka die Ziele der U17 Mannschaft vor der deutschen Meisterschaft. Dass dies am Ende nicht glückte, lag einzig und allein daran, dass das Finalspiel der parallellaufenden U13 Juniorinnen KF DM 15 Minuten eher los ging und circa 20 Minuten früher endete.
Aber der Reihe nach: Am Wochenende des 20./21.06.2026 standen die nächsten beiden deutschen Meisterschaften für Schenefelder Teams an. Die U17 spielte auf dem Großfeld in Bremen, während die U13 Juniorinnen auf dem Kleinfeld in einer Spielgemeinschaft mit dem TSC Wellingsbüttel in Jena an den Start gingen.
Nach dem ersten Platz bei der U17 Qualifikation war sicher einigen Teams klar, dass mit Schenefeld zu rechnen sein muss. Als großer Favorit galt jedoch der FBC München, welcher seit Jahren in sämtlichen Altersklassen überzeugte. Am Samstag stand für die Blau-Weißen zunächst die Gruppenphase an. In Spiel 1 traf man auf den Ausrichter TV Eiche Horn Bremen. Diese konnten sich bereits vorher deutlich mit 4:0 gegen den MFBC Leipzig durchsetzen und so war klar, dass dies eine echte Herausforderung werden würde. Nach einem zwischenzeitlichen 1:4 Rückstand im zweiten Drittel schien Spiel 1 schon fast gelaufen, ehe Till Hagelstein, Jonas Wende und Pepe Hoffmann aufdrehten und das Spiel binnen 11 Minuten in den 5:4 Endstand drehten. Spiel 2 lief für das Schenefelder Team zu Beginn etwas mehr wie erhofft. Nach zwei Dritteln konnte ausschließlich Till Hagelstein das Tor finden und es ging mit einem 1:0 in das letzte Drittel. Dort konnte der MFBC zunächst den Ausgleich erzielen und traf 5 Sekunden vor Schluss dann auch noch zum 2:1 Endstand. So beendeten alle 3 Teams die Gruppenphase mit 3 Punkten. Aufgrund des Torverhältnisses zogen der TV Eiche Horn als Tabellenerster und die Schenefelder als Zweitplatzierter ins Halbfinale ein. Für den MFBC ging es am nächsten Tag nur noch um Platz 5.
Am nächsten Tag sollte es im Halbfinale ausgerechnet gegen den Favoriten aus München gehen. „Wir hatten uns das durch den späten Gegentreffer am Vortag selbst zu zuschreiben. Aber wir wussten auch: Um deutscher Meister zu werden, mussten wir jeden schlagen.“, so Daniel Czapelka. In einer intensiven Partie traf Jonas Wende früh, nach einer Schenefelder Strafe erzielte München den Ausgleich. Im zweiten Drittel erzielte Julius Dittmer zunächst 2 sehenswerte Treffer, ehe erneut Jonas Wende durch einen Penalty zum 4:1 traf. Das dritte Drittel begann, wie das zweite endete. Die Schenefelder spielten sich in einen wahren Rausch und schraubten das Ergebnis weiter auf 7:1 hoch. 9 Sekunden vor Ende konnten die Münchener noch einen Treffer zum 7:2 Endstand erzielen, doch der Finaleinzug war den Blau-Weißen nicht mehr zu nehmen. Der Finalgegner sollte dann PSV Dessau werden, welcher sich im ersten Halbfinale gegen Ausrichter Bremen durchsetzen konnten.
Im Finalspiel war es erneut Jonas Wende mit dem Dosenöffner, Julius Dittmer erhöhte in Unterzahl auf 2:0. Doch Dessau hielt gut dagegen und traf kurz vor Ende des ersten Drittel und zu Beginn des zweiten Drittels. Doch nur eine Minute später konnte Till Hagelstein auf 3:2 erhöhen. Im letzten Drittel waren es dann Jonas Wende und Till Hagelstein, welche den Traum vom Gold perfekt machten. 5 Sekunden vor Schluss wurde die Feierstimmung nochmal kurz durch Dessau unterbrochen, doch mehr als ein 3:5 war für Dessau nicht mehr drin. Aus – Vorbei – Gold für Schenefeld. Nach dem Turnier wurde Jonas Wende noch als bester Scorer ausgezeichnet, während es Julius Gaudian (Torwart), Julius Dittmer (Defense) und Till Hagelstein (Flügel) ins All-Star Team schafften.






